Yoga und Meditation
Yoga und Meditation

Mein erster Monat voller Yoga und Meditation

Am Anfang war das so: Yoga war cool, aber nichts für mich. Meditation? Nur etwas für spirituelle Hippies. In meinem Kopf Bilder von Räucherstäbchen und Klangschalen. So langsam finde ich heraus, dass das nur die halbe Wahrheit ist. Und inzwischen mache ich seit 1 Monat jeden Tag Yoga und obendrauf gibts noch eine kleine Meditation.

Kennst du das?

Etwas wird voll trendy und dann willst du es auch mögen. So ging es mir lange Zeit mit Yoga. (An Meditation war da noch nicht zu denken.) Ich habe Yoga Videos auf Youtube gemacht, ich war auch in ein paar Kursen, aber nichts hat mich wirklich angesprochen. Mir war alles immer zu spirituell und dieses Namaste-Gequatsche ging mir tierisch auf den Keks.

Vielleicht war ich in den falschen Kursen, vielleicht war auch die Zeit noch nicht reif.

Ich habe mich also wieder abgewendet und bin stattdessen oft laufen gegangen. Oft über meine körperlichen Grenzen hinaus. Oft trotz Knieschmerzen. Im Einklang war ich da wohl nicht gerade.

Meine Yogageschichte beginnt in München. Mit meinem ersten Job nach dem Studium, wenn auch nicht mein erster Vollzeitjob. Ich war gestresst, ich fand keine Zeit mehr zum Laufen und ich war unzufrieden mit meiner beruflichen Situation. Das Ergebnis: ich war alles andere als im Gleichgewicht. Schokolade wurde mein täglicher Begleiter. Und ich habe mich auch seelisch nicht gut gefühlt. Dann ploppte in meinem Kopf plötzlich wieder dieses Yoga auf. Und ich habe nachgegeben.

Eine Chance geben

Angefangen habe ich mit einer 30 Tage Challenge. Die habe ich auch mehr oder weniger täglich durchgezogen. Irgendwie hat das sofort gepasst. Der Kanal heißt übrigens Yoga with Adriene – ich habe ja hier schon mehrmals davon geschwärmt. Und auch nach so kurzer Zeit habe ich zumindest während und kurz nach den Einheiten eine tiefe Ruhe gespürt.

Nach diesen 30 Tagen habe ich, warum auch immer, wieder aufgehört. Und mich irgendwie gleich wieder nicht mehr so gut gefühlt. Immernoch unzufrieden mit der beruflichen Situation, immernoch Schokolade und immernoch einen Geist, der nie zur Ruhe kommt.

Yoga und Meditation – mein Einstieg

Nach meinem Urlaub, in dem mir vieles klarer wurde und einer kurz bevorstehenden beruflichen Veränderung, habe ich mich täglich auf die Yogamatte begeben. Diesmal nicht nur zum Yoga, sondern auch, weil ich meditieren wollte. Man sagt ja, dass der Geist 30 Tage braucht, bis etwas eine Gewohnheit geworden ist. Und weil 30 Tage dann doch ein recht überschaubarer Zeitrahmen sind, habe ich mir meine persönliche Challenge gesetzt: ich will 30 Tage lang jeden Tag Yoga üben und meditieren. Das TUN steht im Vordergrund, nicht unbedingt die Länge. Denn klar, manchmal ist das Bett morgens einfach viel zu schön, um energiegeladen die Beine herauszuschwingen. Aber dann sind es eben nur 15 Minuten Yoga und 3 Minuten Meditation. Hauptsache, es wird gemacht.

Die 30 Tage sind nun fast um. Und es ist schon verrückt. Etwas, das ich bis vor einigen Monaten noch völlig ausgeschlossen hatte, ist ein fester Teil meines Alltags geworden. Jeden Tag.

Vielleicht bilde ich mir das auch ein, aber seit ich Yoga mache und meditiere, beschäftigen mich auch viel mehr andere Themen, die in diese Richtung gehen: Ayurveda, gut zu sich selbst sein, die innere Mitte finden, Lifestyle Design etc.

Yoga und Meditation – so geht’s weiter

Ich kann mir grad gar nicht mehr vorstellen, einfach aufzuhören. Bald steht der nächste Urlaub bevor, das wird eine Herausforderung. Ich werde unterwegs sein, dann ist der Alltag anders, es gibt keine Routine mehr. Ich bin gespannt, ob ich es dann schaffe, weiterhin täglich Yoga und Meditation zu praktizieren. Und ich bin gespannt auf den September, indem sich einiges für mich ändern wird: neuer Job, neue Arbeitszeiten. Dann wird es wahrscheinlich eng mit Yoga und Meditation vor der Arbeit. Aber ich will einfach dabei bleiben.

Und irgendwie hätte ich jetzt auch Lust auf einen richtigen Yogakurs. So mit Studio und so. Aber ich habe das Gefühl, dass kein Studio genau so ist wie der Youtube Kanal. Ist wahrscheinlich nicht nur ein Gefühl, sondern eine Tatsache. Momentan denke ich einfach, dass es kein geeignetes Yogastudio für mich gibt, dass eine Yogapraxis in meinem Zuhause das Beste für mich ist. Andererseits hätte ich manchmal schon gern jemanden, der guckt, ob meine Hüfte gerade ist usw., das lässt sich nicht immer leicht erspüren.

Ich möchte auch mehr geführte Meditationen machen. Ich habe die Tage mal ein paar ausprobiert. Ehrlich gesagt finde ich die deutschen Meditationen irgendwie nicht so toll, die Stimmlage nervt mich und überhaupt wandert mein Geist dann überall hin, nur nicht zur Meditation. Ich habe aber einige englische Meditationen ausgegraben, die doch ganz gut sind. Komischerweise schweife ich mit den Gedanken bei einer geführten Meditation mehr ab als wenn ich einfach nur 5 Minuten dasitze und atme.

Was mich Yoga und Meditation in meinem ersten Monat gelehrt haben

Neben dieser inneren Ruhe, die sich zwar noch nicht durch den ganzen Tag zieht, aber immerhin durch ein paar Stunden habe ich auch noch andere wunderbare Dinge gelernt:

  • Mehr Gelassenheit. Gerade für Menschen wie mich, die sich schnell aufregen, sich schnell Sorgen machen und generell ihre Emotionen stündlich wechseln eine Wohltat. Ich muss hier definitiv noch daran arbeiten. Aber vielleicht kennst du das ja auch: dich regt etwas auf, es vermiest dir den Tag und wenige Tage später hat sich die Sache in Luft aufgelöst und du fragst dich, warum du eigentlich so viele negative Gedanken daran verschwendet hast. Es gibt einfach Dinge, die nicht so laufen wie sie sollten, die aber nicht in unserer Hand liegen.
  • Das richtige Essen essen. Du fragst dich, was das jetzt mit Yoga und Meditation zu tun hat? Nun, ich merke am Morgen beim Yoga ganz genau, was ich meinem Körper den Tag zuvor „zugemutet“ habe. Sprich: wenn ich mehr als reichlich gegessen habe, dann fühle ich mich wie ein Stein. Und das nicht nur körperlich. Man muss abends ganz sicher nicht aufs Essen verzichten, aber ich merke schon einen Unterschied: ein Tag voller Süßkram und abends dann noch etwas Fettiges und der nächste Tag ist quasi schon im Eimer. Ein Tag voller vollwertiger Nahrungsmittel (und damit meine ich nicht nur Salate) und schon ist man viel beschwingter.
  • Du bestimmst dein Leben. Ja, es gibt auch Faktoren, die du nicht bestimmen kannst oder nur zu einem kleinen Anteil. Aber du hast dein Leben in der Hand. Dich macht etwas unglücklich? Dann ändere es. Trenne dich von Beziehungen jeglicher Art, die dir nicht gut tun. Liebe dich und deinen Körper. Das klingt abgedroschen, ist aber so wahr. Wir haben nur dieses eine Leben (je nach Religion vielleicht auch mehrere). Also machen wir das Beste draus.

Und jetzt will ich von dir wissen:

– Kennst du ein gutes Yogastudio in München, dass ich mal ausprobieren sollte?
– Wie sieht deine Yoga- und Meditationsroutine aus?

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1 Comment

  • Reply Lena 12. August 2015 at 15:34

    Ich habe Yoga mittlerweile auch lieben gelernt, obwohl ich anfangs skeptisch war. Ich finde es so einen tollen Ausgleich zum Alltag und super, um zu sich und seinen Körper zu finden. Auch wenn ich nicht immer die Zeit finde, intensiv Yoga zu machen, kann ich mir ein Leben ohne auch nicht mehr vorstellen.

    Liebe Grüße
    Lena | http://www.healthylena.de

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