Vegan im Büro
Hintergrund

Vegan im Büro: 5 einfache Überlebensstrategien

Kennst du das?
Du bist eigentlich hoch motiviert, total überzeugt und willst wirklich konsequent vegan sein. Und dann packt deine Kollegin ein Stück Torte aus. Einen Schokoladenriegel. Pizza. Nudeln in Sahnesoße. Du als Veganer, kannst das ja leider nicht essen. Aber du kannst mindestens genauso geile Sachen essen. Ich gebe dir fünf einfache Strategien an die Hand, wie du nicht verhungerst und die Sahnetorte deiner Kollegin so richtig alt aussehen lässt.

Als ich noch ganz frisch vegan war und neu in den Job kam, bin ich eingeknickt. Ich wollte nicht sofort sagen, dass ich vegan lebe. Ich wollte nicht diese Fragen und ich wollte nicht als kompliziert gelten. Und da waren da all diese Kuchen, wir sind in der Mittagspause essen gegangen und gerade wenn man neu ist, will man dann halt auch nicht dastehen und eine Extrawurst verlangen. (Mehr dazu hier). Vegan im Büro war für mich am Anfang alles andere als einfach.

Inzwischen habe ich diese Phase überwunden und ich stehe zu meiner Ernährung. Und es war gar nicht schlimm. Vielleicht liegt es auch an der Toleranz die ich an den Tag lege. Mir ist es nämlich relativ egal, wer da sein Schnitzel auspackt. Ich lebe nach einer einfachen Regel: ich rede dir nicht in dein Essen rein, also rede mir auch nicht in meins rein. Natürlich beantworte ich Fragen und man kommt auch mal ins Gespräch. Aber ich binde niemandem direkt auf die Nase, dass ich vegan bin – weil es nämlich noch viel mehr Dinge gibt, die mich als Menschen ausmachen. Und weil ich selbst diese ganzen Gutmenschen nicht leiden kann. Jeder von uns war mal ein „Omni“, hat also Fleisch/Fisch gegessen, oder zumindest Milchprodukte und Eier zu sich genommen. Wer bin ich also, mich hinzustellen und mit dem Finger auf andere Menschen zu zeigen?

Mit gegenseitiger Tolerant ist vieles so viel einfacher.

Aber nun zu meinen fünf Überlebensstrategien:

Erst einmal solltest du dich fragen, warum du vegan bist. Diese Frage kommt garantiert. Und je besser du selbst weißt, warum du das eigentlich machst, desto authentischer kannst du nach außen hin auftreten.

  1. Koche dir dein Mittagessen vor oder nimm dir einen leckeren Salat mit.
  2. Habe immer Snacks in deiner Schublade – wenn die Kollegin dann den Snickers auspackst, kommst du eben mit Vego, iChoc, Raw Bite usw. um die Ecke.
  3. Es hat jemand Geburtstag? Warum bäckst du nicht einen veganen Kuchen?
  4. Überzeuge niemanden. Das meine ich ernst. Ich halte nichts von missionierenden Veganern. Wenn du gefragt wirst, dann antworte. Aber rede anderen nicht ihr Essen schlecht.
  5. Thematisiere nicht ständig deine Essgewohnheiten. Du musst nicht bereits im ersten Satz sagen, dass du vegan lebst, dass dieser Kuchen vegan ist, dass du Fleisch eklig findest usw. Die Menschen merken das früher oder später von selbst und wenn du dann darauf angesprochen wirst, kannst du antworten.
  6. Zusatztipp: Zaubere dir auch mal was ultimativ leckeres – und dann lass die anderen mal probieren. 😉

Fazit:

Viele Menschen sind der veganen Ernährung gegenüber aufgeschlossen, aber (verständlicherweise) genervt, von allen Super-Veganern, die ein scheinbar perfektes Leben führen mit viel Öko, wenig Plastik und null Tierleid. Meine Erfahrung: je lockerer du bist, desto lockerer ist auch dein Umfeld. Bisher sind blöde Sprüche jedenfalls ausgeblieben.

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5 Comments

  • Reply Tina Blumfeld 13. Juli 2015 at 19:42

    Hallo Conny, vielen Dank für die Tipps. Sie sind super. Gruß Tina

    • Reply Conny 16. Juli 2015 at 8:38

      Liebe Tina,
      das freut mich zu hören!

  • Reply cookies&style 16. Juli 2015 at 11:09

    Das mit dem Probieren lassen klappt wirklich, ich nehm nach dem Wochenende immer etwas mit ins Büro und verköstige meine nicht veganen Kolleginnen.

    LG,
    Cookies

    • Reply Conny 16. Juli 2015 at 18:20

      Puh, meistens schaffen es die Rester vom Wochenende gar nicht mehr bis zum Montag ins Büro 😉

  • Reply Clara 16. Juli 2015 at 21:12

    Oder wir starten eine Kochsession bei dir 😉

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