Monatsrückblick August
Minimalismus, Vegan, Yoga und Meditation

Monatsrückblick August 2015

Ich habe in letzter Zeit viele neue Dinge kennengelernt und ausprobiert. Einiges verworfen, einiges beibehalten, vieles entwickelt sich gerade. Was genau das für Dinge sind, möchte ich dir in meinem Monatsrückblick August zeigen.

Vegan im August

Ein Untertitel könnte sein: Der Abschied vom Puddingveganer.

Das, was ich in den letzten Wochen und Monaten gemacht habe, war nicht gerade das, was man gesunde Ernährung nennt. Außenstehende denken ja gern, wenn man vegan ist, isst man automatisch totaaaal gesund. Muss aber gar nicht. Ich habe so oft Pizza mit fett „Käse“ gegessen, so oft Schokolade. Gepaart mit so wenig Bewegung hinterlässt das seine Spuren. Hier geht es aber nicht ums Gewicht. Hier geht es um den eigenen Körper und was man ihm gibt. Gewissermaßen um Selbstliebe. Und jeden Tag eine Tafel Schokolade (ich übertreibe nicht) ist nicht das, was ich meinem Körper geben will. Weil es nichts mit Genuss zu tun hat, nichts mit Appetit stillen. Vielmehr hat es etwas mit seelischem Hunger zu tun. Und den kann ich auch anders stillen. Zumindest arbeite ich daran.

Nach unzähligen Tafeln Schokolade und anderem Süßkram habe ich mich also wieder besonnen und bin auf den Pfad der gesunden Ernährung zurück gekehrt 😉 Das heißt nicht, dass ich mir jetzt alles verbiete. Aber, und das hängt bei mir stark mit meinem jeweiligen Stresslevel zusammen, ich habe wieder mehr Zeit fürs Kochen. Gemüse schnippeln und dem blubbernden Topf zusehen: das entspannt mich. Wirklich. Und dann brauche ich diese ganze Schokolade nicht mehr.

Die Frustration des Monats war übrigens mein Mixer. Er ist nicht kaputt. Aber er mixt nicht mehr ordentlich. Selbst einen einfachen Bananensmoothie, oder etwas mit Beeren – also wirklich weiches Obst, kriegt der nicht mehr hin. Es dauert ewig, bis das alles klein ist. Und dann setzt sich innerhalb kürzester Zeit die dicke Masse unten ab und oben hab ich dann Phase 2. Nämlich Wasser. Das nervt mich so sehr, dass ich die letzten Wochen gar keine Smoothies mehr getrunken habe. Jetzt bin ich am Überlegen mal paar Euro mehr in die Hand zu nehmen und wir einen wirklichen Hochleistungsmixer zu kaufen, sprich Vitamix oder Omniblend oder so. Andererseits blutet mir dann echt das Herz, denn wir reden hier über mehrere hundert Euro. Und so oft mach ich mir ja nun auch keine Smoothies. Aber vielleicht wär das anders, wenn dieses Mix-Erlebnis nicht jedesmal so frustrierend wäre?

Lesetipps:
Vegane Küchenbasics
Der perfekte Veganer
Meine veganen Kochbücher

Minimalismus im August

Ich habe meine Kosmetik radikal ausgemistet. Wahrscheinlich hab ich immernoch mehr, als die erfahrenen Minimalisten unter euch, aber hey, ich habe angefangen. Dazu gehört, dass ich gar keine Wattepads mehr benutze und auch kein Mikrofasertuch als Ersatz. Ich schminke mich einfach nur mit meinen Händen und Kokosöl ab. Und das funktioniert hervorragend. Es brennt null in den Augen, Kokosöl bekommt auch Eyeliner runter und: du brauchst dich danach nicht mehr eincremen. Ich tupfe mir das Gesicht nämlich nur leicht trocken – dann bleibt ein kleiner Fettfilm auf der Haut und zieht über Nacht schön ein. Morgens nehme ich dann noch meine normale Waschcreme, vielleicht fällt mir dafür ja auch bald was ein.

Auf meiner To do Liste stehen außerdem zwei wichtige Punkte: ich will mein Bücherregal minimieren und vermehrt ebooks lesen. Ja, ich finde ein Bücherregal toll. Aber nach zwei Umzügen innerhalb kurzer Zeit hab ich es einfach satt, ständig kistenweise Bücher zu schleppen. Und mal ehrlich: liest du Romane zweimal? Da ich kaum Sachbücher oder Nachschlagewerke besitze, stehen bei mir echt nur Krimis, Thriller, Jugendbücher und Co im Regal. Und da stehen sie und stehen und stehen und… Nun will ich sie über eine Plattform verkaufen. Momox zum Beispiel? Ich lese natürlich immernoch viel und ab und an landet dann doch auch mal eine Printausgabe bei mir zuhause. Aber ich habe die Vorteile des Kindles für mich entdeckt: er ist leicht und gerade englische Sachbücher sind manchmal nur 200 Seiten lang – ergo brauch ich für ein paar Tage unterwegs mehr als nur ein Buch. Das müsste ich dann also schleppen. Beim Kindle ist das ja kein Thema. Und ein weiterer nicht von der Hand zu weisender Vorteil: es ist billiger. Da ich die meisten Bücher auf Englisch lese, spare ich mir dann doch den ein oder anderen Euro.

Mein Kleiderschrank könnte auch mal wieder eine Durchsicht gebrauchen. Warum habe ich eigentlich 5 Übergangsjacken? Zwei davon, maximal 3, dürften ja wohl reichen. Pullover, an die ich mich nicht mehr erinnern kann, T-Shirts, die ich schon jahrelang nicht mehr getragen habe. Warum hab ich eigentlich so viel Kram? Diese Sachen will ich aber nicht verkaufen, sondern spenden. Nun überlege ich, wo. Kleidersammlung fällt aus, da hab ich nach den ganzen Weiterverkauf-Stories echt keinen Bock drauf. In Düsseldorf hatte ich mal einige Dinge ans Frauenhaus gespendet – sowas in der Art schwebt mir vor. Möglichst direkt helfen, nicht über drei Ecken und nicht wissen, ob die Sachen auch wirklich ankommen.

Außerdem habe ich wieder mit Ölziehen angefangen. Diesmal mit Kokosöl. Manchmal vergesse ich es, aber wenn ich es mache, dann tut es echt gut und ist gar nicht eklig oder unangenehm, so wie viele denken.

Lesetipps:
Minimalismus im Badezimmer
Dinge, die glücklich machen

Yoga, Meditation, Allgemeines im August

Der August war turbulent.

Ich habe jeden Tag Yoga gemacht. Und wenn es nur 10 Minuten waren. Das tat unheimlich gut. Reicht mir aber nicht. Ich sitze so viele Stunden am Tag, ich brauche mehr. Und mit dem Laufen gehen ist es derzeit schwierig. Mir fehlt die Lust und Motivation. Also dachte ich an Tanzen… mal ausprobieren, ob das was für mich wäre.

Beim Yoga sieht man super schnell Erfolge. Klar, ich kann keine Fortgeschrittenenposen, aber ich merke, dass ich beweglicher werde. Ich war schon immer gelenkig, konnte Spagat einfach so, aber beim Downward Facing Dog (Herabschauender Hund) die Fersen auf den Boden zu bekommen war nicht leicht. Vor allem nicht in Kombination mit einer korrekten Haltung der Arme und des restlichen Körpers. Aber inzwischen geht es schon viel besser. Nur morgens, so ganz sehr morgens – du glaubst nicht, wie steif da der Körper sein kann. Ich fühle mich manchmal so eingerostet, es ist gruselig.

Mit der Meditation ist das so eine Sache. Ich habe 30 Tage lang, sogar länger, jeden Tag meditiert. Und bin trotzdem davon abgekommen. Da soll mal einer sagen, nach 30 Tagen ist es eine Gewohnheit. Hat wohl nicht so gut funktioniert in meinem Fall. Ich habe einfach kein Bedürfnis danach. Da häng ich lieber die Zeit ans Yoga ran und üb noch irgendeine coole Pose.

Je mehr ich Yoga mache, desto mehr denke ich übrigens über mich und den Sinn des Lebens nach. Das hört sich jetzt wahrscheinlich so an, als wär ich einer Gehirnwäsche unterzogen worden. Ich kann dich beruhigen. Mich interessiert einfach: wer bin ich? Wo ist mein Platz in dieser Welt? Wie kann ich mich selbst weiter entwickeln und welche Routinen können dabei nützlich sein? Wie kann ich produktiver werden, ohne mich zu stressen? Das ist echt ein mega spannendes Feld. Und es gibt unglaublich viele tolle Bücher dazu – meist auf Englisch und für den Kindle. Perfekt also für mein minimalistisches Bücherregal.

Lesetipps:
Meditation oder der Versuch nicht zu denken
Mein erster Yogamonat
Und:
Meditation (Planet Backpack)

 

Und jetzt will ich von dir wissen:

Wie war dein Monat?
Wo verkaufst du deine Dinge, wenn du ausmistest? Oder spendest du sie? Schreib es mir in die Kommentare!

 

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8 Comments

  • Reply miko 31. August 2015 at 10:00

    Hui, so viele Infos… :)

    Ich bin gerade beim Thema Mixer hängen geblieben, weil mich das auch sehr lange beschäftigt hat. Bei Vitamix & Co. habe ich nämlich auch lange rumüberlegt ob sich das lohnt, denn wie du schon sagst: Das sind mehrere hundert Euro… für ein Küchengerät. Eigentlich wollte ich das nicht ausgeben. Und habe ich letztendlich auch nicht. 😉
    Ich habe mir vor ein paar Wochen dann den Kult pro Power von WMF gekauft und bin sehr zufrieden. Über die Langlebigkeit kann ich jetzt natürlich noch nicht so viel sagen, aber ich habe ihn auf die Empfehlung einer Freundin hin gekauft, die den schon länger hat und damit immer noch zufrieden ist.
    Der hat neben „normalem“ Mixen auch drei Programme: Ice Crush, Interval und Smoothie (yay!) und mit 1400Watt auch ziemlich viel Power. Und ist vergleichsweise günstig mit 140€ (bei amzon).

    Zum Kindle… hast du schon mal geschaut, wie das mit den Onleihen von Bibliotheken funktioniert? Ich wollte mir das immer mal ansehen, bin aber noch nicht dazu gekommen. Früher war ich ja ständig in der Bib und inzwischen ist es schneller online geklickt. Und falls du sie noch nicht kennst, kann ich die Kindle Angebote empfehlen, da gibt es recht häufig gute Bücher (auch englisch) für ein paar Euro. Darf man sich natürlich nicht verführen lassen und mehr klicken, als man lesen kann (oder möchte). 😉

    Und, was ist denn Ölziehen? (Will ich das überhaupt wissen? ^^)

    Liebe Grüße,
    miko

    • Reply Conny 31. August 2015 at 10:14

      Hey Miko,

      ja das mit dem Mixer ist so eine Art Gewissensfrage. Ich hab auch einen von WMF, aber nicht den Kult pro. Meiner hat damals 80 Euro oder so gekostet. Anfangs war ich auch sehr zufrieden, aber jetzt… Das Ding ist ja das: ich kann mich davor scheuen einen richtig krass teuren Mixer zu kaufen und kauf dann wenn ich Pech habe jedes Jahr einen neuen Mixer für um die 100 Euro oder ich kauf mir gleich einen Vitamix. Wobei man da natürlich auch nicht die Garantie hat, dass man wirklich zufrieden ist (auf lange Sicht). Ich hab da zwar jetzt noch nichts negatives gehört, aber wer weiß. Es ist wirklich schwierig.

      Ja mit den Onleihen hab ich mich mal so halb auseinandergesetzt. Kann dir aber auch keine wirklichen Infos geben. Man meldet sich wohl ganz normal an in seiner Bib – aber ob man dann extra freigeschalten werden muss, oder ob das automatisch geschieht, keine Ahnung. Ich habe aber das Gefühl, dass es in der Onleihe nicht jedes Buch gibt, was es als Print in der Bib gibt (auch wenn eine elektronische Version des Verlags vorliegt).

      Ölziehen ist nicht so eklig wie es sich anhört, ich schwöre! Du nimmst dir einen EL Pflanzenöl morgens auf nüchternen Magen in den Mund und ziehst es dann durch die Zähne. Also so durch den Mund bewegen. Aber nicht schlucken! Das Ganze machst du 5-20 Minuten und dann spuckst du das Öl aus. Ich machs mit Kokosöl, kannst aber auch Sonnenblumenöl oder so verwenden (da fällt mir grad auf, heute hab ichs vergessen) – nächste Woche kommt da auch ein Post dazu. Ölziehen ist wohl sehr gut gegen die Bakterien im Mund und verhindert auch die Ablagerung von Tee und Kaffee auf den Zähnen – oder minimiert es zumindest. Und man soll weißere Zähne bekommen :)

      Liebe Grüße
      Conny

  • Reply Eileen 2. September 2015 at 10:26

    Ich habe den Power Smoother. Der hat 33.000 Umdrehungen bei fast 2 PS. Er hat knapp 300 € gekostet und ist total super. Ich hatte vorher einen 60 € Mixer von Braun. Das kann man echt nicht vergleichen.
    http://vital-energy.eu/ve-mix.html
    Der Mixer ist von der Leistung her vergleichbar mit dem Vitamix, hat aber z.B. keinen An und Aus Knopf, also Stecker ziehen. Oder keinen Gummigriff. Daher aber wesentlich günstiger.

    • Reply Conny 2. September 2015 at 11:12

      Ohohoooh, keinen An- und Ausknopf? Das find ich ja ehrlich gesagt ein bisschen gruselig. 😀

      • Reply Eileen 3. September 2015 at 17:46

        Hehe, nein der geht also nicht gleich an wenn man den Stecker zieht, aber das Display leuchtet gleich und dann kanns losgehen. Aber ganz aus mit Stecker drin geht halt nicht, aber das finde ich nicht schlimm, ich zieh dann einfach nach jedem Gebrauch den Stecker, damit das Display nicht leuchtet.

        • Reply Conny 4. September 2015 at 10:26

          Ich dachte schon 😀 Jetzt versteh ich, wie du das meinst und finds auch nicht mehr gruselig 😉

  • Reply Lena 2. September 2015 at 15:37

    Ich kann die Mixer von Klarstein empfehlen. Ich habe den 5G und bin super zufrieden. Richtig günstig im Vergleich zu den anderen Modellen und dennoch echt leistungsstark 😉

    Liebe Grüße
    Lena | http://www.healthylena.de

    • Reply Conny 4. September 2015 at 10:24

      Das ist ein super Tipp, danke! Den hatte ich auch schonmal im Auge, dann aber irgendwie vergessen. Den behalt ich definitiv mal im Blick! :)

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