Bienensterben
Hintergrund

Bienensterben – Panikmache oder bedrohliche Wahrheit

Als Veganerin esse ich keinen Honig. Und ehrlich gesagt sind Bienen auch nicht gerade meine Lieblingstiere. Aber das Bienensterben interessiert mich trotzdem.

Warum sind Bienen so wichtig?

Das ist übrigens ein Zitat. Der Urheber ist umstritten. Manche sagen es stammt von Albert Einstein. Andere bestreiten dies.

Die Biene spielt eine enorme ökologische Rolle. Alles greift ineinander: Der Nektar der Pflanzen ist die Nahrung für die Bienen. Die Pflanzen wiederum brauchen einen Bestäuber, damit sich die Pollen verbreiten und die Pflanze sich vermehren kann. Damit du siehst, WIE wichtig die Biene ist hier mal eine Zahl: fast 80% aller Nutz- und Wildpflanzen werden von der Westlichen Honigbiene bestäubt.

Klingt alles super?
Ja – wäre da nicht das Bienensterben…

Grundsätzlich gibt es drei Faktoren:

Problem 1: die Varroa-Milbe
Problem 2: Insektizide
Problem 3: Immunabwehr der Bienen

Varroa Milbe

Die Milbe wurde 1977 von Asien nach Deutschland eingeschleppt. Sie ernährt sich vom Blut des Opfers und überträgt Krankheitserreger. Wird der Befall eines Bienenvolks nicht rechtzeitig bemerkt, stirbt es innerhalb von 1-2 Jahren am Milbenbefall. Aber selbst wenn der Imker einen Befall bemerkt, so ist nicht gesagt, dass Gegenmaßnahmen auch Früchte tragen. Durch den Milbenbefall sind die Tiere nämlich auch anfällig für Viren und andere Krankheiten. Das heißt konkret: trotz frühzeitigem Eingreifen kann es bereits zu spät sein.

Insektizide

Pflanzenschutzmittel, insbesondere die sogenannten Neonikotinoide, die zur Saatgutbehandlung und -reinigung eingesetzt werden, wirken sich negativ auf die Bienen aus. Sie töten die Bienen zwar nicht direkt, jedoch verlieren die Tiere durch diese Stoffe ihre Orientierung und finden so nicht mehr zum Bienenstock zurück. Irgendwann sitzen dann nur noch die Königin und ein paar Arbeiterinnen im Stock. Obwohl diese von den Pestiziden nicht direkt betroffen sind, verhalten sie sich merkwürdig: sie fressen nicht mehr und vernachlässigen ihre Brut. Und irgendwann sterben sie.

Immunabwehr

Aber warum sind Bienen heute überhaupt so anfällig für Krankheiten und Parasiten? Darauf gibt es bisher noch keine eindeutige Antwort. Allerdings scheinen der weltweit gestiegene Anbau von Monokulturen sowie der Transportstress der Bienen nicht unschuldig zu sein. Besonders in Amerika werden ganze Völker von Feld zu Feld gefahren um diese zu bestäuben.

Kannst du etwas gegen das Bienensterben tun?

Hast du einen Garten oder ein paar Pflanzen auf dem Balkon? Cool! Du verbesserst so das Nahrungsangebot der Bienen. Durch die vielen Monokulturen in der Landwirtschaft haben die Bienen nur ein sehr einseitiges Nahrungsangebot zur Verfügung. Inzwischen kommt es sogar vor, dass Bienen in den Städten mehr Nahrung finden als auf dem Land.

Zum Weiterlesen:
Bienenreport
Planet Wissen
Bee-careful

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